Der Zoo des Universums

Es war einmal eine Schildkröte, die lebte auf einem Wasserplaneten. Ihr Rücken war bedeckt von Leben in verschiedensten Kulturen und Zivilisationen. Die Sonne schien hell. Eines Tages beschloss die Schildkröte, hinabzutauchen. Die Eispanzer in den höheren Lagen begannen abzuschmelzen, die Flüsse schwollen an, es wurde wärmer als der Rücken der Schildkröte in die unteren Schichten der Atmosphäre sank. Die Menschen begriffen, dass es mit Ihrer Welt zu Ende ging. Männer und Frauen begruben das Kriegsbeil und begannen gemeinsam an einem Plan zu arbeiten, um die Menschheit vor der großen Flut zu retten. Sie bauten Flugzeuge und Raumschiffe und begannen, andere Welten zu besiedeln. Dort trafen Sie jedoch auf andere Völker, die als Nachkommen jenes Volkes der Sonne, einer untergegangenen Welt, schon andere Planeten besiedelt hatten. Es entbrannte ein Wettkampf, denn niemand wollte der Sonne zu nahe sein. Während das glühende schwarze Loch im Zentrum der Galaxie sich immer weiter durch die Planetenrunde fraß, flüchteten die Völker in fernere Regionen, wo Sie sich sicher wähnten. Schon bald hatten die Nachkommen vergessen, woher Sie abstammten. Einige blickten zurück und verbrannten sich dabei die Augen, einige Tollkühne reisten gar zurück zu ausgetrockneten Welten voller Wüstensand. Die, die nach vorne schauten, begegneten gefährlichen Kreaturen, auf wolkenverschleierten Planeten, und mussten Lernen sich zu verteidigen. Schließlich setzte die Schildkröte zum Flug an, verließ den Wasserplaneten und ihr Rücken trocknete aus. Die Kulturen, Völker und Zivilisationen vergingen, während die Schildkröte als grüner Planet durch das All wanderte und auf einer ewigen Suche nach dem Sinn des Lebens viele neue Freundschaften schloß. Besonders angetan hatten es ihr die Elefanten, jene Kinder der Sterne, die die Dyson-Sphäre im Zentrum der Galaxis – unsere Sonne – geschaffen hatten.

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