Auf der Jagd nach Melon Soda

fanta-melon-sodaEine Nachwirkung der Japanvisite ist mein Kaufverhalten. Ich greife in letzter Zeit ständig zu schrägen, bunten oder einfach mir unbekannten Produkten in der Hoffnung, neue Geschmacksrichtungen oder aus Japan bekannte Geschmacksrichtungen zu entdecken. Die gilt insbesondere für Getränke. Ich hätte vor meinem Aufenthalt sicherlich nie zu blasshellgrünem Saft aus dem Regal des Bad Uracher Edeka gegriffen. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass das Aussehen in Japan nicht in Verbindung gebracht werden kann mit dem Geschmack.

Ein Getränk werde ich jedoch vergeblich suchen: Laut Auskunft von Coca Cola resp. Fanta gibt es in Europa nirgends Melon Soda zu kaufen. Melon Soda ist eine spezielle Fanta-Marke in Japan, die es in vielen Automaten und den meisten Schnellrestaurants gibt. Nicht zu verwechseln mit Melon Cream Soda. Schade! Soviel zum Thema Globalisierung.

Ich habe es also hier mit dem Monin Melonensirup probiert. Obwohl sehr lecker, ist es kein Vergleich. Klar, das wäre als würde man Noname Colapulver in Mineralwasser kippen. Was ich gefunden habe ist das Hata Ramune Soda Melon, das könnte ähnlich genial schmecken. Mal sehen, ob es das online irgendwo gibt. Beim Lycheesaft war ich erfolgreich, den gibt es von vielen Herstellern, doch in genießbarer Form nur von Rubicon und am Besten hier verfügbar. Andere leckere Säfte hat Rubicon auch im Angebot, aber den Lycheesaft konnte keine wirklich übertreffen. Am Geschicktesten wird das ganze im 12er-Pack verschickt.

ramuneTatsache ist, in Japan ist nicht nur das Essen um Welten besser. McDonalds und andere globale Unternehmen mussten sich an den lokalen Markt anpassen, nicht umgekehrt wie im Rest der Welt. Die Getränke sind viel dezenter gehalten, der Anteil an Kohlensäure niedriger und damit angenehmer, ebenso gibt es an den allgegenwärtigen Automaten auch Getränke ohne Kohlensäure, ohne Zucker oder auch in Bitter. Das Angebot ist unüberschaubar groß und ständig kommen neue experimentelle Angebote auf den Markt, die aber auch mal genauso schnell wieder verschwinden. Somit sind die Japaner nicht nur bei Technik experimentierfreudig und Early Adopters, sondern auch bei den Getränken – sofern man nicht grade traditionell zu Essen geht, wo der grüne Tee zum Essen obligatorisch ist.

Hatsune Miku (Good Smile Company)

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Heute nehme ich die Tradition einiger Otaku-Blogs auf und mache ein kleines Figure-Review. Mein Japanbesuch ist ja nicht ganz ohne Folgen geblieben, wie manche schon wissen. Allerdings werde ich mich hüten, meine Figur für ein gutes Foto in unangenehme Orte wie die Mikrowelle oder den Backofen zu befördern. Das hauseigene Fotostudio in Bad Urach muss herhalten, und ich finde grade bei unserer Miku hier kommt das ziemlich gut.

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Goodsmile ist bekannt für Figuren in hervorragender Qualität. Nicht jeder hat natürlich das Glück, vor Ort über Qualität und Ausarbeitung entscheiden zu können. Es hat mir in Tokio regelrecht die Sprache verschlagen, wie viel Schund aus China und Umgebung in den Regalen stand (in der Regel ganz unten und hinten im Eck).

Hatsune im Format 1:8 ist ein hervorragendes Beispiel, wie man verschiedene Lackierungen einsetzen kann um spannende Effekte zu erzielen. Das Gesicht ist ebenfalls ausdrucksstark und authentisch – sofern man das bei einer Mangafigur denn so sagen kann. Die Farben sind schattiert und sorgen für einen guten plastischen Effekt.

Die Figur ist rundherum gut gearbeitet und ist ein Blickfang aus allen Richtungen. Ich war zunächst beim Auspacken erschrocken, als mir die Figur in drei Teile zerfiel (Oberkörper, Unterkörper, Rock). Schnell stellte sich heraus, dass das jedoch lediglich der Detailverliebtheit des Herstellers zu schulden war.

Ich hab mich allerdings nicht getraut. Ich meine, die Figur noch einmal auseinander zu reißen. Noch während meines Aufenthaltes im September war bereits eine überarbeitete größere Version der Figur angekündigt, welche man sich vorbestellen konnte.

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One more time, one more chance

Ich habe ja bisher aus Zeitmangel die Fotos der letzten Stunden in Utsonomiya genauso unterschlagen wie die letzten Stunden in Tokio und Akihabara sowie Odaiba. Hier in bunter Mischung also nachgereicht. Zunächst nehmen wir Aussicht aus dem Riesenrad in Odaiba, wo es anfing zu schütten, das erste Mal in Japan, dass mir der Regen ungelegen kam und dass er überhaupt kam. Was für eine melancholische Aussicht. Anschließend folgen Fotos aus Akihabara, den Stadtteil den ich am häufigsten besucht habe. Zum Schluss noch ein paar skurile Schnappschüsse aus Utsonomiya und dem Flugzeug über dem Ural. Vielen Dank, dass Sie mit mir geflogen sind!

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Live-Blog Japan aus Utsonomiya

Hallo Japan 2009 Reportage

Das war »Hallo Japan 2009«, auf Wiedersehen in Berlin 2010! Hier im Blog begann es mit diesem Eintrag. Ein zusammenfassender Beitrag mit sehr witzigen und authentischen Videoclips des gesamten Aufenthaltes sowie der letzten drei Tage folgt an dieser Stelle, sobald ich meinen Jetlag auskuriert und meine Kunden liebevoll gehätschelt habe Ende Oktober.

Macht’s gut und danke für den Fisch!

Wir sind wieder in Tokio angekommen, genauer gesagt im BumB in der Tokio Bay. Viel luxuriöser als das Yoyogi und die Zimmer viel geräumiger und sauberer. Wir haben zwar Dreibettzimmer, aber dafür eigene Dusche und kostenloses Internet. Schade, dass wir hier nur zwei Nächte bleiben werden. Heute abend hat es mich nach Odaiba gezogen, der ganze Tag war schon grau vernebelt aber das Riesenrad hat mich angefunkelt. Also bin ich einfach rübergefahren, denn wir befinden uns ja schon in der Bucht und ich musste quasi nur noch auf die Insel springen.

Leider habe ich die falsche Zuglinie erwischt, so dass ich statt über die Rainbow-Bridge zu fahren mich von unten angeschlichen habe. Dafür war die sechzehnminütige Fahrt mit dem Riesenrad auf der künstlichen Insel in der Tokiobucht sehr schön. Auf dem Weg zurück nach unten konnte ich mir dann überlegen, wie ich dem Regenguss entkomme. Aber da hatten die Händler bereits ihre Regenschirme ausgestellt und ich konnte mir einen für vier Euro ergattern.

Der Abschied von meinen Gasteltern am Morgen war herzlich, ich habe viele Geschenke mitbekommen und die Einladung, mit Familie wieder zu besuchen. Die Deutschen, die sich hier in der Tokio Bucht wieder getroffen haben (68 an der Zahl, sowie vierzig Japaner die uns noch einmal am Abend begleiten wollen) sind durchweg positiv gestimmt.